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FPÖ
Die Freiheitlichen Pinzgau

Salzburg AG: Energiepreise werden unter Lupe genommen

Blattl: Studie vom Sommer lässt Zweifel an Energiepolitik aufkommen – nun Anfrage

Die Energiepreispolitik der Salzburg AG wird nun von Seiten der Freiheitlichen mittels einer schriftlichen Anfrage an die Landesregierung genau unter die Lupe genommen. Grund ist eine im Sommer von der Arbeiterkammer Österreich veröffentlichte Studie, die für den Zeitraum von Juli 2008 bis Juli 2013 massive Differenzen zwischen den Großhandelspreisen und den Endverbraucherpreisen aufweisen. „Die Unterschiede bei den Erdgas- uns Strompreisen sind so hoch, dass hier auf alle Fälle Aufklärungsbedarf besteht“, begründet FPÖ-Wirtschaftssprecherin LAbg. Rosemarie Blattl die Anfrage. Bei Erdgas liegt die Differenz bei 57,2 Prozent und bei Strom immerhin 25,8 Prozent.

Am stärksten falle die Differenz bei den Erdgaspreisen aus. „Die Erdgas-Großhandelspreise sind von Juli 2008 bis März 2013 um 10,4 Prozent gesunken. Die Salzburg AG hat in diesem Zeitraum die Erdgaspreise um satte 46,8 Prozent erhöht. Ähnlich verhält es sich bei den Strompreisen. Die Großhandelspreise sind im Zeitraum von Juli 2008 bis Juli 2013 um 32,2 Prozent gesunken, während die Salzburg AG im Vergleichszeitraum die Preise für ihre Kunden um 3,6 Prozent erhöht hat“, berichtet die FPÖ-Wirtschaftssprecherin. Interessant sei auch die Tatsache über einen Preisverfall bei Erdgas am Weltmarkt seit März dieses Jahres. „Die Kunden haben davon nichts bemerkt“, so Blattl.

Sowohl bei den Erdgas-, als auch Strompreisen habe die Salzburg AG immer wieder argumentiert, dass die Preise – speziell für Erdgas – wegen angeblich gestiegener Großhandelspreise für ihre Kunden erhöht werden müssten. Angesichts der vorliegenden Studie der Arbeiterkammer dürfte dieses Argument wohl ins Leere gehen. „Immerhin handelt es sich bei den Differenzen um keine kleinen. Für mich stellt sich die Frage, ob hier die Salzburg AG eine Gewinnmaximierung auf Teufel komm raus auf dem Rücken ihrer Kunden betreibt“, so Blattl. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, müsste die Landesregierung als Eigentümervertreter die Konsequenzen ziehen.