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FPÖ
Die Freiheitlichen Pinzgau

Gesundheitsversorgung bröckelt immer mehr an der Basis

Schnell: Statt verbesserter Rahmenbedingungen finden Ärzte immer schlechtere vor

„Die Gesundheitspyramide beginnt nicht von oben, sie beginnt an der Basis zu bröckeln“, sagte heute FPÖ-Klubobmann Karl Schnell in der „Aktuellen Stunde“ des Landtages zum Thema der Gesundheitsversorgung in Salzburg. Statt mit Erleichterungen seien die Ärzte mit stetig steigenden Auflagen verbunden, die es ihnen immer schwerer machen würden, ihrer Aufgabe der Versorgung der Patienten nachkommen zu können. Der FPÖ-Klubchef brachte in der Debatte das Beispiel von neu zu verwendenden Nadeln. Es würden aber auch immer mehr die Kosten auf die Hausärzte überwälzt. Gefragt würden sie nicht. „Beamte und Politiker erschweren damit tagtäglich die Arbeit der Mediziner und machen sie unattraktiv“, so Schnell.

Allein das Beispiel der neuen Art von Nadeln, die verwendet werden müssen, zeige die Perversion der Regelungswut und somit auch die steigenden Erschwernisse für die Mediziner. „Es gibt keine normalen Nadeln mehr. Die neuen haben eine Kappe. Bevor wir die Nadeln verwenden können, müssen wir eine Kappe beiseite klappen. Damit wird zum Beispiel das Impfen extrem erschwert. Die Kosten für die neuen Nadeln fallen wesentlich höher aus als für die bisherigen. Darüber hinaus entsteht auch mehr Plastikmüll“, so Schnell. Die Mehrkosten für die neuen Nadeln wären anderwärtig sicher besser angelegt.

Generell müssten die Kosten für die zusätzliche Bürokratie von den Ärzten getragen werden. Schnell nannte in diesem Zusammenhang die Einführung des ELGA- oder ELMED-Systems. „ELGA ist von der theoretischen Überlegung sicher nicht schlecht. In der Praxis bringt es jedoch nur mehr bürokratischen Aufwand für die Ärzte und Gefahren für die Patienten“, so Schnell. Aber auch die Mehrkosten von ELGA oder ELMED könnten sinnvoller eingesetzt werden. Damit wird die Führung von Arztpra-xen für junge Ärzte uninteressant“, so Schnell. Statt das Geld in bürokratische Hürden zu investieren, sollte das Geld in die Gesundheit fließen“, fordert der FPÖ-Klubchef.