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Die Freiheitlichen Pinzgau

Unken: Überfallsartige Einrichtung eines Asylwerberheims

FPÖ-GV Posch: Die Vorgangsweise der Landesregierung ist völlig inakzeptabel

In Unken soll geradezu überfallsartig ein Asylwerberheim eingerichtet werden. Die Gemeindevertretung wurde gestern Abend von einem Vertreter des Landes davon in Kenntnis gesetzt, dass schon bald 40 bis 45 Asylwerber ins ehemalige Hotel Alpina einziehen sollen. „Für uns ist diese Vorgangsweise völlig inakzeptabel, dass sowohl wir als auch die Anrainer vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Für eine Gemeinde mit knapp 1.900 Einwohner ist die Zahl viel zu hoch. Aber auch die Strukturen der Gemeinde sind sicher dafür nicht geeignet“, so FPÖ-Ortsparteiobmann und Gemeindevertreter Walter Posch. Nun soll ein Protestschreiben an die Landesregierung ergehen.

In der Gemeindevertretungssitzung wollten die FPÖ-Vertreter einen Antrag gegen die Einrichtung eines Asylwerberheimes in der Gemeinde einbringen, der die Ablehnung des Vorhabens zum Ausdruck gebrachte hätte und an die Landesregierung adressiert gewesen wäre. „Leider wurde unser Antrag nicht zugelassen. Immerhin wird nun ein Protestschreiben an die Landesregierung geschickt. Der Gemeindevertretung aber mittels eines Beamten ausrichten zu lassen, die Gemeinde könne gegen die Errichtung ohnehin nichts unternehmen, ist sehr anmaßend und zeigt, dass die Landesregierung kein Gespür für die Ängste der Bevölkerung hat“, kritisiert Posch.

Speziell den Anrainern die Asylwerber einfach vor die Nase zu setzen, sei weit weg von jeder Art von Fingerspitzengefühl. Die zuständige Landesrätin Berthold hätte eine andere Vorgangsweise an den Tag legen müssen. „Anstatt sich selbst der Bevölkerung zu stellen, schickt sie einen Landesbediensteten vor. Ich hätte mir zumindest erwartet, dass sie zuerst persönlich mit den unmittelbar betroffenen Bürgern ein Gespräch führt“, kritisiert Posch. Für die FPÖ komme die Einrichtung eines Asylwerberheimes mit einer so hohen Anzahl von Asylwerbern auf alle Fälle nicht in Betracht. „Wir werden uns weitere Maßnahmen überlegen“, so der FPÖ-Ortsparteiobmann und Gemeindevertreter abschließend.