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Die Freiheitlichen Pinzgau

Therme St. Martin: FPÖ-Bezirkspartei rät zum Ausstieg

Bezirksparteileitung fasste Beschluss – FPÖ-Initiativen in Gemeinden folgen

Allen Gemeinden, die sich am Thermenprojekt in St. Martin bei Lofer beteiligt haben, rät die FPÖ-Bezirksparteileitung des Pinzgaus zum sofortigen Ausstieg aus dem Vorhaben. „Das Projekt ist mehr als mausetot. Jeder Cent, der jetzt noch in die THEBA-Gesellschaft fließt, stellt eine pure Geldvernichtungsaktion dar“, so heute FPÖ-Bezirksparteiobmann Markus Steiner und seine Stellvertreterin LAbg. Rosemarie Blattl. Die FPÖ-Bezirksparteileitung wird nun mittels Beschluss alle FPÖ-Gemeindevertreter, deren Gemeinden am Projekt beteiligt sind, beauftragen, sich für einen Ausstieg stark zu machen. „Mit dem Geld wird lediglich eine Gesellschaft am Leben gehalten, die seit Jahren untätig ist“, so Steiner und Blattl.

Das Thermenprojekt in St. Martin habe bereits zur Genüge Steuergelder verschlungen. „Zahlreiche Anfragen von uns im Landtag haben aufgedeckt, dass in das Projekt rund 940.000 Euro geflossen sind“, berichtet Blattl. Seit Ende der 90er-Jahre werde der Bevölkerung der Bau einer Therme in St. Martin bei Lofer versprochen. 1999 gab es die ersten Probebohrungen und seit diesen Bohrungen ist nichts mehr geschehen. Bis auf dass die Gemeinden fast Jahr für Jahr in die Gesellschaft hineinzahlen mussten. Zahlreiche Betreiber und Projekte wurden der Öffentlichkeit vorgestellt und dabei ist es geblieben. „Jetzt muss endlich einmal das Projekt endgültig zu Grabe getragen werden.

Die Gemeinden Unken, Lofer, St. Martin bei Lofer, Weißbach, Saalfelden, Maria Alm und Leogang würden das Geld mit Sicherheit anderorts einsetzen können. Vielfach fehle es den Gemeinden – beispielsweise zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur – an ausreichend finanziellen Mitteln. „Daher ist es nicht einzusehen, warum noch immer in ein Projekt Geld gepumpt wird, das nie in die Realität umgesetzt werden wird“, so Steiner und Blattl. Die Hochkonjunktur im Thermentourismus sei schon längst vorbei. Die Suche nach einem Investor sowie Betreiber werde auch in Zukunft von keinem Erfolg gekrönt sein. „Bereits bestehende Thermen kämpfen mit dem rauen wirtschaftlichen Gegenwind“, geben Steiner und Blattl abschließend zu bedenken.